Links zum Wochenende #13

Eine Frau ist keine Ware: Die taz berichtet über Kenias Pläne für ein neues Eherecht, bei dem Männer und Frauen gleiche Rechte in der Ehe bekommen sollen. Großer Fortschritt wäre hierbei, dass Frauen auch Besitz erben könnten. Bisher wird ihnen das meist verwehrt. Umstritten bei KenianerInnen ist aber, dass zukünftig alle Paare, die mehr als sechs Monate zusammenleben,  als verheiratet gelten sollen. Auch der Brautpreis soll abgeschafft werden, schreibt die BBC dazu.

17 Jahre, Shell und die Ogoni Nine: Vergangenen Samstag war der 17. Jahrestag der Hinrichtung der Ogoni Nine, einer Gruppe nigerianischer Aktivisten, die sich gegen die Umweltverschmutzung und gegen Repressionen der Bevölkerung im Ogoni-Gebiet einsetzten, wo Shell unter Missachtung von Menschenrechten und Umweltschutz Öl förderte. Unter den Hingerichteten befand sich auch der Schriftsteller Ken Saro-Wiwa. Charlott von Afrika Wissen Schaft erinnert an diesen nicht feierlichen Jahrestag.

Stromgenerator aus Urin: Jugend forscht, auch in Nigeria. Vier junge Frauen  haben für die „Maker Faire Africa“-Messe einen Stromgenerator entwickelt, der mit Urin läuft. Momentan leider kein Zukunftsmodell: DRadio Wissen zitiert eine Chemikerin, nach der ein solcher Generator mehr Energie benötigt, als er erzeugt. AfrikaEcho hat noch etwas mehr zum Thema. 

Afrika kann Afrika ernähren: In der kürzlich erschienenen Studie „Africa can help feed Africa“ (PDF) beschreibt die Weltbank, wie der regionale Handel zwischen afrikanischen Staaten durch hohe Zölle und Bürokratie behindert wird. Auch innerhalb einzelner Länder wird der Handel und die Landwirtschaft dadurch behindert, sodass viele afrikanische Länder Nahrungsmittel einführen müssen, obwohl sie das Potenzial haben, genügend selbst zu produzieren. Zudem bestehen erhebliche Strukturschwächen in der Landwirtschaft. Bei Afrika.info gibt es eine deutsche Zusammenfassung der Studie.

Niger: Ich bin, was ich arbeite. ZEIT Online zeigt in einer Fotostrecke Bilder von Nicola Lo Calzo, der einen Bildband mit dem Titel Inside Niger“ herausgebracht hat. Die abgebildeten Menschen haben, so der Fotograf im Begleittext, selbst bestimmt, wie und wo sie fotografiert wurden. So entstanden eindrucksvolle Portraits hart arbeitender Menschen entlang des Niger.

Blogtip: Annas Afrikanische Autoren. Wer sich für Literatur afrikanischer AutorInnen interessiert und/oder für Bücher über Afrika, sollte sich einmal in diesem Blog umsehen, hier gibt es viele Rezensionen neuer und etwas älterer Bücher.

Und zum Schluss: Ich habe meinem Blog eine neue Seite hinzugefügt: Im Entwicklungs-Glossar habe ich einige der Begriffe, die ich häufig gebrauche, erklärt und einige Glossare zum Thema Entwicklungszusammenarbeit zusammengestellt. Ich freue mich über Kommentare und Hinweise zu weiteren, ähnlichen Angeboten.

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