Erste Eindrücke aus Sierra Leone

Erste Eindrücke

Die erste Nacht in Sierra Leone ist verbracht und bis jetzt sind meine Erfahrungen sehr positiv. Am Flughafen angekommen, liefen Passkontrolle und Geld tauschen (Leones!) schnell und problemlos ab und ich bekam einen Platz im ersten Helikopter, der vom Flughafen in Lungi über die Mündung des Flusses Sierra Leone River in die Hauptstadt Freetown fliegt.

Dem Helikopter-Fliegen hatte ich vorher etwas skeptisch entgegen geschaut, es verlief aber kurz und schmerzlos, ich merkte weder das Abheben noch die Landung und ich hoffe, dass der Rückflug ebenso einfach verläuft.

Am Heliport erwartete mich der Plan-Fahrer, der mich in ein Hotel brachte. Dort war ich nicht gebucht, anscheinend ging hier etwas durcheinander, doch es war gerade ein Zimmer frei geworden, in das ich nach kurzer Wartezeit einziehen konnte.

Ich war auch todmüde und wollte nur noch schlafen, die Internetverbindung war nicht so gut, aber zum Glück hatte ich mir noch am Flughafen eine lokale SIM-Karte kaufen können (O2 hat offensichtlich keine Roaming-Verträge mit sierra-leonischen Anbietern) und konnte kurz telefonisch zu Hause mitteilen, dass ich gut gelandet und angekommen bin.

Der Morgen war schon sehr afrikanisch:

–          Stromausfall beim Duschen, woraufhin ich mich mit Schaum im Haar und klatschnass im Dunkeln zu meinem Bett vortastete, um meine Taschenlampe zu holen.

–          Frühstück mit riesigen Stücken frischer Mango und Ananas – großartig!

–          Nescafé…

–          Ein kleiner Affe hüpfte über die Frühstückstische und klaute Zigarettenstummel aus dem Aschenbecher meines Tischnachbarn.

–          Das Hotelpersonal setzte mich an einen Tisch mit zwei weiteren Deutschen „because you are Family“. Was ja auch nett ist. Es handelte sich um zwei Duisburger, die hier Handwerker an einer Berufsbildungseinrichtung ausgebildet haben und morgen zurückfliegen. Sie warten mich noch vor dem Essen im Hotel, das nicht immer magenverträglich sei – aber ich habe schon wieder ausgecheckt und werde heute Nachmittag nach Port Loko weiterfahren.

Jetzt gerade warte ich auf die Ankunft einer Kollegin, die sich zunächst um verschiedene administrative Dinge kümmern wird, danach geht es dann richtig los mit der Arbeit. Außerdem warte ich noch auf jemanden von der IT, der mir meinen Internetzugang konfigurieren kann, damit ich meine Beiträge auch endlich einmal posten kann.

Auf der Fahrt vom Hotel ins Büro heute morgen konnte ich ein klein wenig von Freetown sehen, das sich über mehrere Hügel erstreckt und direkt am Atlantik liegt. Wie in anderen afrikanischen Städten auch viel Betonbau, Häuser hinter hohen Mauern, überall Plastikmüll, aber viel Grün dazwischen. Der Verkehr war einigermaßen erträglich, was, so sagte der Fahrer, daran liegt, dass gerade Schulferien sind.

2 Kommentare

  1. Pingback: Arnim allein zu Hause – etwas planlos « Kaffee und Zeitung

  2. arnim

    Nescafé – bitte nicht! Nicht schon wieder😦

    War das mit der „family“ und den Duisburgern eigentlich nett gemeint? Also ICH hätte mich beleidigt gefühlt🙂

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