Neu getestet

Zwei Tage war ein ruandischer Kollege zu Gast. Da ich ihn bereits in Ruanda getroffen hatte, wollte ich mir für seine mir dort gezeigte Gastfreundschaft erkenntlich zeigen und habe das Abendprogramm für ihn gestaltet. Eine gute Gelegenheit, neue Restaurants auszuprobieren.

Da der Kollege nach zwei Wochen Seminar in London, der anschließenden Anreise nach Hamburg und einem ganzen Tag lang von einem Termin mit deutschen Kollegen zum nächsten hasten abends recht müde war und sich das Hamburger Wetter zudem von seiner weniger schönen Seite zeigte, entschied mich für ein stark abgekürztes Sighseeing-Programm. Stattdessen ging es rasch zum Abendessen.

Am ersten Abend aßen wir im Parlament, im Hamburger Rathaus, der Empfehlung einer Kollegin folgend. Das ist schon recht schick dort (man könnte es auch spießig nennen). Man wird vom Personal an den Tisch gebracht, die Atmosphäre ist gedämpft, die Einrichtung ist sehr in bordeaux und dunklem Holz gehalten, muss man mögen. Aber einen Besuch war es schon wert.

Der Service war klasse, sehr aufmerksam und die Karte interessant; die Preise liegen allesamt in der höheren Kategorie, allerdings nicht unangemessen teuer. Schwierig war die Essensauswahl für meinen Kollegen, denn ruandische Gaumen sind eher einfachere Gerichte ohne aufwändige Zutaten und Gewürze gewöhnt (was ich nicht abwertend verstanden haben möchte!). Ihm schmeckte dann jedoch die Petersilienwurzelsuppe mit Champignons und das Zanderfilet.

Ich bestellte endlich zum ersten Mal in meinem Leben Labskaus, was mir auch ausgezeichnet schmeckte (meinem Kollegen empfahl ich, das eher nicht zu bestellen, da ihm die Farbe möglicherweise missfallen könne).

Am zweiten Abend waren wir zu viert und gingen zu Max & Consorten in St. Georg, ebenfalls auf Empfehlung von Kollegen, die dies als alte Hamburger Einrichtung beschrieben. Mein Fall war es eher nicht – wobei ich auch andere Erwartungen hatte. Zum Feierabendbier oder zur abendlichen Kneipenrunde nach dem Kino sitzt man hier bestimmt ganz nett, aber zum Abendessen war es jetzt eher weniger spektakulär.

Das Essen (zweimal Suppe, Chili und Hähnchenbrustfilet) war ok, aber eben nur ok, Kneipenstandard. Die Bedienung war, nennen wir es mal „freundlich-herb“, sie hatte viel zu tun und dementsprechend waren auch ihre Ansagen. Kompliziert war der Bezahlvorgang, der nur an der Theke erfolgen konnte. Die drei Mädels hinter der Theke hatten jedoch so viel zu tun, dass wir gefühlte 15 Minuten warten mussten, was dann zum Gesamteindruck „ausreichend“ noch beitrug.

Fazit: Beide Lokalitäten waren interessant, kann man wieder hingehen, muss aber auch nicht sein.

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